Retinol für die Hautpflege

Retinol wird als Wirkstoff in Hautpflegeprodukten immer bekannter und ist vor allem als effektiver Anti-Aging-Inhaltsstoff beliebt. Retinol kann jedoch noch viel mehr. Um das Potenzial des vielseitigen Wirkstoffs optimal nutzen zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Funktionen Retinol im Körper erfüllt und wie es auf der Haut wirkt.

Was ist Retinol?

Retinol gehört zur Gruppe der Retinoide und zählt zu den Vitamin-A-Derivaten. Bei Retinol handelt es sich also um eine aktive und sehr wirksame Form von Vitamin A. Das Vitamin ist an verschiedenen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt und daher lebenswichtig. So trägt es etwa zum Zellwachstum bei und unterstützt die normale Funktion des Immunsystems. Zudem ist Vitamin A wichtig für die Sehkraft, die Schleimhäute und die Haut. Weiterhin fungiert Vitamin A als ein natürliches Antioxidans, das die Zellen des Körpers vor dem schädlichen Einfluss freier Radikale schützt. Auch für das Aussehen der Haut und den Aufbau der Hautstruktur spielt Retinol eine große Rolle.

Worin ist Retinol enthalten?

Vitamin A kommt auf natürliche Weise in vielen verschiedenen Nahrungsmitteln vor. Im Darm wird es schließlich über die sogenannte Hydrolyse in Retinol umgewandelt und über die Leber abgegeben.1 Zu den wichtigen Vitamin-A-Quellen gehören vor allem Fleisch, Leber, Fisch, Eier und Milchprodukte. Pflanzliche Nahrung enthält häufig Beta-Carotin, das eine Vorstufe von Vitamin A darstellt und von der Leber in Vitamin A umgewandelt werden kann. Beta-Carotin ist vor allem in Karotten sowie roter Paprika, Tomaten, Spinat und Brokkoli enthalten.

Die Wirkung von Retinol

Retinol besitzt eine Vielzahl an positiven Eigenschaften für den gesamten Organismus. Die Wirksamkeit auf der Haut ist hierbei besonders interessant und wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Retinol gilt damit als weit erforschter Anti-Aging-Wirkstoff. 


Wie wirkt Retinol auf der Haut?

Retinol besteht aus kleinen Molekülen, die aufgrund ihrer Struktur die obere Hautschicht, also die Epidermis, leicht durchdringen können.

  • In der mittleren Hautschicht, der Dermis, kann Retinolzellschädigende freie Radikale unschädlich machen.
  • Retinol stimuliert die Kollagenproduktion und kann für eine geringere Faltentiefe sorgen. Kollagen ist eine Faser des Bindegewebes und trägt maßgeblich zur Festigkeit und Straffheit der Haut bei –die körpereigene Produktion lässt im Zuge der Hautalterung jedoch stetig nach.
  • Dank seiner talgregulierenden Wirkung kann Retinol die Poren verfeinern und so für ein ebenmäßigeres, verfeinertes Hautbild sorgen.

  • Retinol verdickt die Haut2 und kann so ihre Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse verbessern.
  • Der Wirkstoff regt die Regenerationsfähigkeit der Haut an.
  • Gleichzeitig unterstützt Retinol die Haut bei der Erhaltung ihres optimalen Feuchtigkeitshaushaltes.
  • Retinol besitzt peelende Eigenschaften, wodurch der Wirkstoff zu einem glatten und rosig wirkenden Teint beitragen kann. 

Retinol, Retinol-Derivate, Retinoide – was ist der Unterschied?

Alle Formen von Vitamin A werden unter dem Oberbegriff Retinoide zusammengefasst. Die biologisch aktivste Form von Vitamin A ist die Retinsäure, auch Tretinoin genannt. Da sie sehr potent ist und starke Hautirritationen auslösen kann, ist sie verschreibungspflichtig und sollte nur unter dermatologischer Aufsicht eingesetzt werden. In frei verkäuflichen Kosmetikprodukten werden dagegen vorwiegend die Retinsäure-Vorstufen Retinol oder Retinal (Retinaldehyd) eingesetzt. Sie werden auf der Haut erst in Retinsäure umgewandelt, wodurch sie zwar ähnlich, aber weniger potent, sprich weniger aggressiv, wirken. Noch sanfter sind die sehr stabilen Retinol-Vorstufen (Retinol-Derivate oder Retinol-Ester) wie Retinylpalmitat, Retinylacetat und Retinyllinoleat. Sie müssen auf der Haut wiederum erst zu Retinol umgewandelt werden, sind entsprechend mild und für empfindliche Haut besser verträglich.3

 

Wie schnell wirkt Retinol?

Wann du die ersten sichtbaren Verbesserungen des Hautbildes erkennen kannst, hängt von deinem Hauttyp, dem verwendeten Produkt und der Dosierung ab. Da Retinol in den tieferen Hautschichten wirkt, solltest du dem Vitamin-A-Derivat acht bis zwölf Wochen Zeit geben, seine Wirkung auf der Haut vollständig zu entfalten.

Verschiedene Konzentrationen und Dosierungen von Retinol

Vitamin A und sein Derivat Retinolgehören zu den fettlöslichen Vitaminen. Das bedeutet, dass das Vitamin im Körper gespeichert und nicht ausgeschieden wird. So lässt sich der tägliche Bedarf leicht über eine abwechslungsreiche Nahrung decken. Gleichzeitig bedeutet jedoch eine übermäßige Zufuhr, dass es leicht zu einer Überdosierung kommen kann. Der Körper benötigt nur geringe Mengen an Vitamin A, weshalb bei einer Hautpflege mit Retinol auf die richtige Dosierung zu achten ist. Frei verkäufliche Pflegeprodukte mit reinem Retinol enthalten daher eine maximale Wirkstoffkonzentration von 1%. So wird eine sichere Anwendung ohne das Risiko einer Überdosierung gewährleistet. Höhere Konzentrationen sind ebenfalls erhältlich; diese müssen jedoch von einem Dermatologen verschrieben werden.

  • 0,01 % bis 0,03 % Retinol

    Niedrige Konzentrationen sind bei trockener und empfindlicher Haut empfehlenswert. Sie eignen sich zudem sehr gut, wenn du bisher noch kein Retinol verwendet hast und die Verträglichkeit auf der Haut testen möchtest.

  • 0,04 % bis 0,1 % Retinol

    Bei einem unebenen Hautton, Unregelmäßigkeiten in der Hautstruktur oder sichtbarem Verlust der Elastizität der Haut solltest du eine etwas höhere Dosierung verwenden.

  • 0,3 % bis 1 % Retinol

    Hohe Konzentrationen bieten sich an, wenn du stärker ausgeprägte Anzeichen deines Hautanliegens mildern möchtest. Sie eignen sich beispielsweise bei deutlich sichtbaren Falten, dunklen Pigmentflecken oder bei Akne und Pickelmalen.

Reines Retinol ist als Wirkstoff so effektiv, dass oft bereits geringe Dosierungen den gewünschten Effekt auf der Haut erzielen können.


Gut zu wissen: Prozentangaben
Frei verkäufliche Hautpflegeprodukte, die eine Dosierung über 1% angeben, enthalten in der Regel kein reines Retinol.


Studien zur Wirksamkeit von Retinol

Die Wirksamkeit von Retinol ist für die verschiedenen Hautanliegen bereits mehrfach durch Studien belegt worden. So verglich etwa 2019 eine polnische Studie4 die Anti-Aging-Wirkung von Seren mit Konzentrationen von jeweils 0,3 % und 0,5 % Retinol. Insgesamt wurde die Studie an 37 Probanden über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt. Beide Konzentrationen überzeugten in der Wirkung: Anzeichen von Falten, Hyperpigmentierung und Hautunebenheiten wurden nach und nach gemildert, das Hautbild insgesamt verfeinert. Auch die antiinflammatorische Wirkung bei Akne konnte wissenschaftlich belegt werden. Eine amerikanische Studie5 beispielsweise verglich 2005 die Fotos von insgesamt 2.885 Studienteilnehmern nach einer 12- bis 15-wöchigen Akne-Therapie mit verschiedenen Retinoiden. Die Studie ergab, dass die Anwendung von Retinol auf der Haut die Anzeichen von Akne mildern kann.

Die richtige Anwendung von Retinol

Damit Retinol sein Potenzial optimal entfalten kann, ist die Wahl eines für dein Hautanliegen passenden Produkts sowie dessen richtige Anwendung von großer Bedeutung.

 

Wie oft sollte ich Retinol anwenden?

Für bestmögliche Ergebnisse empfiehlt sich die tägliche Anwendung. Gewöhne deine Haut jedoch langsam an den Wirkstoff. Beginne mit einer niedrigen Konzentration und trage die Pflege zunächst nur einmal pro Woche abends nach der Gesichtsreinigung auf. Steigere die Häufigkeit der Anwendung langsam Woche für Woche. Bei einer optimalen Hautverträglichkeit kannst du, je nach Bedarf, eine höhere Dosierung ausprobieren.

 

Wie sollte ich Retinol anwenden?

Retinol ist in zahlreichen Darreichungsformen erhältlich. Je nach Hautbedürfnis eignen sich Produkte mit verschiedenen Texturen und einer unterschiedlich hohen Wirkstoffkonzentration.

  • Creme mit Retinol für den Tag
    Tagespflege mit Retinol darf eine Retinol-Konzentration bis 1 % enthalten, ist jedoch häufig niedriger dosiert. Deine Tagespflege mit Retinol sollte in jedem Fall einen Lichtschutzfaktor enthalten, um die Haut vor dem schädlichen Einfluss von UV-Strahlung zu schützen.
  • Retinol-Serum
    Seren enthalten in der Regel hochkonzentrierte Wirkstoffe. Für Retinol bedeutet das eine Konzentration zwischen 0,3 % und 1 %. Die leichte Textur des Serums ermöglicht ein noch einfacheres Eindringen des Wirkstoffs in die Haut, wodurch der Effekt von Retinol verstärkt werden kann.
  • Retinol-Nachtcreme

    Eine Nachtpflege mit Retinol unterstützt deine Haut in der Regenerationsphase. Im Schlaf wird vom Körper ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das unter anderem für die Zellerneuerung

    und Kollagensynthese der Haut verantwortlich ist. Durch seine regenerativen Eigenschaften kann Retinol diesen Vorgang beschleunigen und verbessern. Wie die Tagespflege enthält auch die Nachtpflege Retinol-Konzentrationen bis höchstens 1 %.

  • Retinol-Kapseln
    Retinol-Kapseln gehören zur Gruppe der Nahrungsergänzungsmittel. Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln ist es wichtig, genau auf die Dosierung zu achten. Basierend auf aktuellen Studien6 empfiehlt etwa das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Tageshöchstdosis von 0,2 Milligramm, da in den meisten Fällen der Bedarf an Vitamin A über die tägliche Nahrung bereits gedeckt ist. Eine Überdosierung mit Vitamin A kann unter anderem zu Kopfschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen sowie zu Schwindel oder Sehstörungen führen.

Gut zu wissen: Lichtempfindlichkeit
Retinol ist sehr lichtempfindlich. Bewahre daher deine Produkte mit Retinol gut verschlossen und an einem dunklen Ort auf.

Retinol und Sonne: Was du beachten solltest

 

Da Retinol lichtempfindlich ist, wird seine Wirkung durch Sonnenstrahlung beeinträchtigt. Gleichzeitig macht Retinol die Haut vorübergehend etwas sonnenempfindlicher. Der Grund: Da Retinol die Hauterneuerung anregt und abgestorbene Zellen löst, wird die oberste Hautschicht kurzfristig dünner und die natürliche Lichtschwiele der Haut reduziert. Hier herrscht daher erhöhte Sonnenbrandgefahr! Neigt deine Haut durch die Verwendung von Retinol zudem zu Trockenheit, kann Sonnenstrahlung hier verstärkend wirken. Trage daher morgens einen wirksamen Sonnenschutz auf. Wähle zur optimalen Ergänzung deiner Anti-Aging-Pflege ein Sonnenschutzmittel, das den Anzeichen lichtbedingter Hautalterung, dem sogenannten Photo-Aging, vorbeugt.

Für wen ist Retinol besonders geeignet?

Retinol eignet sich zur Pflege verschiedener Hautanliegen. Ebenso kann der Wirkstoff für mehrere Anliegen gleichzeitig verwendet werden.


Ab welchem Alter ist Retinol geeignet?

Da Retinol vor allem die Anzeichen der Hautalterung mildert, empfiehlt sich die Anwendung ab dem Zeitpunkt, an dem sich erste Fältchen im Gesicht zeigen. Dies ist meist um das 30. Lebensjahr herum der Fall. Wird Retinol zur Therapie von Akne eingesetzt, kann es auch schon in jüngeren Jahren verwendet werden. Besonders bei minderjährigen Personen sollte die Anwendung jedoch zunächst mit einem Arzt besprochen werden.


Hautpflege mit Retinol für Männer

Männerhaut hat eine andere Beschaffenheit als die Haut von Frauen. Männerhaut besitzt mehr Talg- und Schweißdrüsen sowie eine dickere Schicht aus Kollagen und Horn. Daher werden die Anzeichen der Hautalterung bei Männern später sichtbar als bei Frauen. Zudem benötigt Männerhaut eine Pflege, die nicht zu reichhaltig ist. Gel-Texturen oder Fluide eignen sich hier besonders gut. Wie bei der Hautpflege mit Retinol für Frauen gilt auch für Männer: Beginne mit der Anwendung, wenn erste Zeichen der Hautalterung sichtbar werden. Aufgrund der leichten Textur ist vor allem ein Retinol-Serum empfehlenswert.


Retinol in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Anwendung von Retinol in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.Frage daher in jedem Fall deinen Arzt um Rat, falls du einen Kinderwunsch hast oder bereits die Vermutung einer Schwangerschaft vorliegt. Auch in Bezug auf Retinol in der Stillzeit solltest du im Vorfeld einen Arzt zu Rate ziehen.


Retinol gegen Altersflecken

Retinol kann die Zellteilung der Haut beschleunigen und bei regelmäßiger Anwendung dafür sorgen, dass die dunklen Pigmente effektiver abgetragen werden. Auf diese Weise werden die Anzeichen von Altersflecken und Pigmentflecken im Allgemeinen aufgehellt, bis die Haut schließlich ihren natürlichen und ebenmäßigen Teint zurückerhält.

Retinol und die verschiedenen Hauttypen

Jeder Hauttyp hat verschiedene Bedürfnisse, auf die deine Pflege eingehen sollte.

  • Retinol bei trockener Haut
    Retinol kann auch bei trockener Haut angewendet werden.Achte bei cremigen Formulierungen darauf, dass feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe enthalten sind. Wenn du ein Retinol-Serum verwendest, lasse es einige Minuten in die Haut einziehen und trage im Anschluss eine Feuchtigkeitspflege auf. 
  • Retinol und fettige Haut
    Da Retinol die körpereigene Kollagenproduktion anregt und so zu einer strafferen Haut beiträgt, werden zugleich auch die Poren gestrafft und verfeinert. Dadurch wird weniger Talg auf die Hautoberfläche abgegeben und einem öligen Hautglanz entgegengewirkt.
  • Retinol als Anti-Aging-Pflege
    In der Anti-Aging-Pflege gilt Retinol mittlerweile als bewährter Klassiker. Durch seine antioxidativen Eigenschaften und die Fähigkeit, die Regeneration der Haut sowie die körpereigene Kollagenproduktion anzuregen, wirkt Retinol den Anzeichen der Hautalterung entgegen. So kann der Wirkstoff die Haut auch in und nach den Wechseljahren optimal unterstützen und pflegen.
  • Retinol bei Neurodermitis
    Bei Haut, die zu Neurodermitis neigt, befindet sich die Barrierefunktion im Ungleichgewicht und der Haut fällt es schwerer, die Schutzfunktion von allein aufrecht zu erhalten. Daher ist es sinnvoll, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie gleichzeitig zu beruhigen. Sprich im Voraus mit deinem Hautarzt über die Anwendung von Retinol. Je nach Schweregrad wird dein Arzt dir die bestmögliche Behandlung für deine Haut empfehlen.
  • Retinol für empfindliche Haut
    Als aktiver Wirkstoff kann Retinol empfindliche Haut zusätzlich beanspruchen. Die richtige Dosierung ist bei sensibler Haut daher besonders wichtig. La Roche Posay hat eine Retinol-Hautpflege entwickelt, die dank cleverer Formulierung und progressiver Wirkstofffreisetzung auch für empfindliche Haut geeignet ist. Das Jahr 2010 war ein grundlegender Meilenstein in der Geschichte des Retinol. Die dermatologischen Labore von La Roche Posay brachten das weltweit erste Retinol mit progressiver Wirkstoff-Freisetzung auf den Markt. Es zeichnet sich durch eine kontrollierte Wirksamkeit und eine bislang unerreichte Verträglichkeit aus: Reines Retinol wird mit Retinol mit progressiver Freisetzung kombiniert und bildet in der Haut ein Depot des Moleküls. Dies ermöglicht eine langsame Freisetzung und perfekte Verträglichkeit, selbst bei empfindlicher Haut.

Anti-Age-Serum

 

Retinol gegen umweltbedingte Stressfaktoren

Die Entwickler der Hautpflege standen vor einer letzten Herausforderung, als es darum ging, die Verwendung dieses pluripotenten Moleküls zu optimieren: die Formulierung für die Tagesanwendung. Gerade tagsüber, wenn die Haut in hohem Maß den umweltbedingten Stressfaktoren wie UV-Strahlung ausgesetzt ist, braucht sie die korrigierende Wirkung von Retinol. Im Jahr 2016 konnte Retinol endlich in ein aktives Mehrfach-Schutzschild gegen Umweltfaktoren integriert werden:

  • Schutz vor langwelligen UVA- und UVB-Strahlen mit LSF 30, um Altersflecken, Austrocknung und Rauheit zu verhindern.
  • Antioxidans mit Carnosin, um tiefgehende Schäden, die zu Falten führen, zu mildern und den Energiestoffwechsel der kollagenbildenden Zellen der Haut, der Fibroblasten, anzukurbeln.
  • Schutz gegen Umweltverschmutzung mit einer Antihaft-Textur, um Fahlheit und Stumpfheit des Teints aufgrund von Schmutzpartikeln vorzubeugen.

Die Haut ist vor Umweltaggressoren geschützt und kann ihre Energie für den Erhalt eines gesunden, jugendlichen Gewebes einsetzen und gleichzeitig die Vorteile des bewährten Korrekturmoleküls voll ausschöpfen.
Retinol wird als eines der wirksamsten Anti-Aging-Moleküle anerkannt und ist seit Jahrzehnten ein Bestandteil des dermatologischen Wirkstoffarsenals. La Roche Posay hat sich der Förderung des dermatologischen Fortschritts verschrieben und bei der Verbesserung und Erleichterung der Verwendung dieses führenden Moleküls wichtige Durchbrüche erzielt. Die Entschlüsselung seines größten Anti-Aging-Geheimnisses ist noch lange nicht abgeschlossen.

Hautirritationen mit Retinol entgegenwirken

Retinol ist durch seine vielseitigen Anwendungsbereiche in der Lage, den Anzeichen verschiedener Hautirritationen entgegenzuwirken.


Retinol bei Pickeln, Mitessern und Akne

Retinol hat sich auch bei zu Unreinheiten und Akne neigender Haut bewährt. Der Wirkstoff besitzt antiinflammatorische Eigenschaften, die das Hautbild bei Pickeln und Akne nachweislich8 verbessern können. Das Vitamin-A-Derivat befreit zudem die Poren von überschüssigem Talg und trägt so dazu bei, die Anzeichen von Mitessern zu mildern und der Neubildung entgegenzuwirken. Dadurch klingen Unreinheiten schneller ab, das Hautbild wird langfristig verfeinert.


Retinol gegen Milien

Dank seiner peelenden Eigenschaften lässt sich Retinol auch sehr gut bei Milien – auch als Grießkörner bekannt – anwenden. Hier empfiehlt sich die punktuelle Anwendung, indem du etwas Produkt direkt auf das jeweilige Hautareal gibst. Achte bei Milien in Augennähe besonders darauf, dass das Produkt nicht in die Augen gelangt. Idealweise verwendest du für den sensiblen Augenbereich eine spezielle Pflege für die Augen.


Retinol gegen Rosazea

Retinol kann die Anzeichen von Rosazea mildern. Da die Haut bei Rosazea jedoch zu Rötungen neigt und meist sehr empfindlich ist, solltest du die Verträglichkeit zunächst vorsichtig an einer kleineren Hautstelle testen. Um Hautirritationen oder einer Intensivierung von Rosazea durch Pflegeprodukte entgegenzuwirken, eignen sich vor allem cremige Texturen. Sie sind aufgrund ihrer Formulierung sanfter zur Haut als beispielsweise Gel-Texturen, die die Haut zusätzlich austrocknen könnten.

Retinol gegen Narben

Retinol stimuliert die Neubildung der Hautzellen und somit auch die Regeneration von Narbengewebe. Auch die Anzeichen von Aknenarben können durch die peelenden Eigenschaften von Retinol gemildert werden. Lasse dich zudem von deinem Dermatologen ausführlich zum Thema Narbenpflege beraten.


Retinol gegen Cellulite

Die Kollagensynthese spielt bei Cellulite eine große Rolle. Je mehr Kollagen vom Körper produziert wird, desto mehr wird das Bindegewebe gestärkt. Da Retinol die Kollagensynthese anregt, kann es auf diese Weise zu einer Verbesserung der Anzeichen von Cellulite beitragen. Auch die Verdickung der Haut durch Retinol kann ein glatteres Hautbild fördern. Verwende beispielsweise ein Retinol-Konzentrat und massiere es sanft in die Haut ein, um zusätzlich die Durchblutung anzuregen.

Retinol für das Gesicht

Retinol eignet sich für das gesamte Gesicht. Allerdings sollte die Pflege speziell auf die Eigenschaften und Bedürfnisse der einzelnen Gesichtspartien abgestimmt sein.

  • Gesichtscreme mit Retinol

    Eine Gesichtscreme mit Retinol schützt deine Haut vor schädlichen äußeren Einflüssen und mildert gleichzeitig die Anzeichen der Hautalterung. Trage die Pflege mit Retinol auch regelmäßig auf Hals und Dekolleté auf.

  • Augencreme mit Retinol 
    Die Haut der Augenpartie ist wesentlich dünner als die Haut im übrigen Gesicht. Oft ist dies der Bereich, in dem sich feine Linien und Fältchen als erstes zeigen. Eine Augencreme mit Retinol kann die Anzeichen der Hautalterung rund um die Augen mildern. Gleichzeitig wirkt Retinol unterstützend gegen Augenringe.
  • Retinol für die Lippen

    Verwende für die Lippen eine Pflege, die speziell für diesen sensiblen Hautbereich entwickelt wurde.

Tipp: Peeling
Unterstütze die Wirkung von Retinol mit einem Peeling, das du ein- bis zweimal wöchentlich anwendest. Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen und befreit die Poren von überschüssigem Talg. Auf diese Weise kann der Wirkstoff noch besser in die Haut einziehen. 

Die Vorteile von Retinol in Kombination mit anderen Wirkstoffen

Besonders im Bereich der Anti-Aging-Pflege gibt es eine ganze Reihe von Wirkstoffen, die den positiven Effekt von Retinol verstärken können.


Retinol und Vitamin C

Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans und schützt in dieser Funktion die Zellen des Körpers vor freien Radikalen. Genau wie Retinol ist Vitamin C in der Lage, die Kollagensynthese des Körpers anzuregen9 und die Anzeichen von Hyperpigmentierung zu mildern. Zusammen mit Retinol bildet Vitamin C so eine besonders effektive Wirkstoffkombination.


Retinol und Niacinamid

Niacinamid ist ein Vitamin-B3-Derivat. Eine Hautpflege mit Niacinamid kann zu einer verbesserten Regeneration der Hautschutzbarriere beitragen und die Sebumproduktion der Talgdrüsen regulieren. Ebenso wie Retinol ist Niacinamid dazu geeignet, die Anzeichen von Hyperpigmentierung zu mildern. Zudem kann es trockener Haut entgegenwirken und weist eine hautberuhigende Wirkung auf, wodurch es die Verträglichkeit von Retinol verbessern kann.


Retinol und Hyaluron

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Bindegewebes und kann große Mengen an Wasser binden. So verleiht sie der Haut ihre Elastizität und Festigkeit. Eine Hautpflegeroutine mit Retinol und Hyaluron wirkt intensiv feuchtigkeitsspendend, straffend und aufpolsternd.

Ist Retinol schädlich für die Haut?

Die für kosmetische Produkte zugelassenen Konzentrationen sind grundsätzlich nicht schädlich für die Haut.10 In einigen Fällen benötigt die Haut jedoch eine Weile, um sich an den Wirkstoff zu gewöhnen. Daher kann es bei der Anwendung von Retinol zu vorübergehenden Nebenwirkungen in Form von Hautirritationen kommen. Diese gehen jedoch in der Regel innerhalb weniger Wochen vollständig zurück. Zu den bekanntesten Nebenwirkungen zählen:

  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Brennen
  • Schälen der Haut

Sollten die Hautirritationen länger anhalten, sich intensivieren oder gar mit Schmerzen verbunden sein, ist es ratsam, das Retinol abzusetzen. Alternativ kannst du zunächst eine geringere Konzentration ausprobieren.

 

 

Bakuchiol als Alternativen zu Retinol?

Seit einiger Zeit gibt es einen Pflanzenwirkstoff, der ähnlich wie Retinol wirken soll: Bakuchiol, auch Phyto-Retinol genannt. Gewonnen aus den Samen der Babchi-Pflanze wird er in der traditionellen chinesischen Medizin und der indischen Ayurveda schon lange zur Behandlung von Hautproblemen eingesetzt. Genau wie Retinol soll auch Bakuchiol die Hauterneuerung und Kollagensynthese stimulieren11, Entzündungen sowie Unreinheiten hemmen12 und den Teint verfeinern. Diese Aussagen beruhen allerdings auf wenigen Studien und besitzen damit eine noch recht geringe Aussagekraft. Feststeht, dass Bakuchiol insgesamt zwar milder wirkt, wie die meisten pflanzlichen Substanzen aber Allergene enthält, die empfindliche Haut potentiell irritieren können13. Kann eine solche allergische Reaktion ausgeschlossen werden, ist Bakuchiol als Alternative für oder als Einstieg in eine retinoidhaltige Pflege durchaus geeignet, reicht aber an die nachweislichen Anti-Aging-Effekte von Retinol nicht heran.

Welche Pflegeprodukte eignen sich zur Hautpflege mit Retinol?

La Roche Posay bietet eine aufeinander abgestimmte Retinol-Pflege für dein individuelles Hautbedürfnis. Alle Produkte sind auch für empfindliche Haut geeignet und enthalten pflegendes Thermalwasser aus La Roche-Posay.

Tiefenwirksame Intensivpflege

Das RETINOL B3 Serum mit einer Kombination aus reinem und graduell freigesetztem Retinol ermöglicht eine kontinuierliche Versorgung, ohne die Haut zu irritieren. Das Serum trägt zur Regenerierung der Haut bei und lässt sie glatter und straffer aussehen. Anzeichen von Falten sowie einem ungleichmäßigen Hautton wird entgegengewirkt.

Konzentrierte Anti-Aging-Pflege

Das REDERMIC R Anti-Aging Konzentrat enthält pures Retinol und einen exklusiven Retinol Booster-Komplex aus Retinol-Linoleat und Adenosin. Das Konzentrat mildert die Anzeichen von Falten und Pigmentflecken und trägt zu einem ebenmäßigeren Hautton bei.

Anti-Aging-Pflege für die Augenpartie

Die REDERMIC R Anti-Aging-Creme für die Augen mildert Fältchen der sensiblen Augenpartie und reduziert Anzeichen von Müdigkeit und Augenringen. Die Formel mit Retinol und Koffein stimuliert und vitalisiert die Haut. Die Anregung der Mikrozirkulation kann die Anzeichen von Augenringen mildern.

Gut zu wissen: Retinol und CICAPLAST kombinieren

CICAPLAST Baume B5 ist eine regenerierende Hautpflege mit Panthenol, La Roche-Posay Thermalwasser und Madecassoside, die sich auch optimal mit einem Retinol-Serum kombinieren lässt. Lasse das Retinol-Serum einige Minuten einziehen und trage anschließend das beruhigende CICAPLAST Baume B5 auf.

Mit dem Wissen über die Eigenschaften von Retinol und seinen verschiedenen Konzentrationen kannst du die passenden Pflegeprodukte für dein Hautanliegen auswählen. Auf diese Weise erlangst du ein ebenmäßiges und strahlendes Hautbild.


1Korting H.C. (1995) Vitamine und ihre Derivate: Retinoide. In: Dermatotherapie. Springer, Berlin, Heidelberg. URL: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-79531-2_8
2Kong R. et al.: A comparative study of the effects of retinol and retinoic acid on histological, molecular, and clinical properties of the human skin. Journal of Cosmetic Dermatology 2015. 15(1):49-57. URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jocd.12193
3Mukherjee et al.: Retinoids in the treatment of skin aging: an overview of clinical efficacy and safety. Clin Interv Aging. 2006 Dec; 1(4):327-48. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2699641/
4Zasada M. et al.: A clinical Anti-Ageing Comparative Study of 0.3 and 0.5% Retinol Serums: A Clinically Controlled Trial. Skin Pharmacol Physiol 2020; 33:102-116. URL: https://www.karger.com/Article/Abstract/508168
5Leyden et al.: Topical retinoids in inflammatory acne: a retrospective, investigator-blinded, vehicle-controlled, photographic assessment. Clin Ther. 2005 Feb.; 27(2):216-24. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15811485/
6Weißenborn A. et al.: Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. J Consum Prot Food Saf 2018; 13:25-39. URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s00003-017-1140-y
7European Medicines Agency: Updated measures for pregnancy prevention during retinoid use. 2018. URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/referral/retinoid-article-31-referral-updated-measures-pregnancy-prevention-during-retinoid-use_en-0.pdf
8Leyden et al.: Topical retinoids in inflammatory acne: a retrospective, investigator-blinded, vehicle-controlled, photographic assessment. Clin Ther. 2005 Feb.; 27(2):216-24. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15811485/
9Boyera et al. Effect of vitamin C and its derivatives on collagen synthesis and cross-linking by normal human fibroblasts. Int J Cosmet Sci. 1998 Jun; 20(3):151-8. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18505499/
10Mukherjee S. et al.: Retinoids in the treatment of skin aging: an overview of clinical efficacy and safety. Clin Interv Aging. 2006 Dec; 1(4):327-448. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2699641/
11 Chaudhuri, Bojanowski: Bakuchiol: a retinol-like functional compound revealed by gene expression profiling and clinically proven to have anti-aging effects. Int J Cosmet Sci. 2014 Jun; 36(3):221-30. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24471735/
12 Trompezinski et al.: Assessment of a new biological complex efficacy on dysseborrhea, inflammation, and Propionibacterium acnes proliferation. Clin Cosmet Investig Dermatol. 2016 Aug; 9: 233–239. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5012630/
13 Dhaliwal et al.: Prospective, randomized, double-blind assessment of topical bakuchiol and retinol for facial photoageing. BJD. 2019 Feb Volume 180; Issue 2; 289-296 URL: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/bjd.16918