Darf ich Pickel ausdrücken – ja oder nein?

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Meistens lautet die Antwort: Nein. Pickel ausdrücken erhöht oft das Risiko für Entzündungen, Pickelmale und Narben. Wenn überhaupt, dann nur bei oberflächlichen, „reifen“ Pickeln und mit sehr guter Hygiene.

Alles Wichtige zu Pickel ausdrücken im Überblick 

  • Pickel entstehen, wenn Poren durch überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen verstopfen und sich entzünden. 
  • Nicht jeder Pickel sollte ausgedrückt werden – insbesondere keine unterirdischen, schmerzhaften oder stark entzündeten Hautunreinheiten. 
  • Wenn du Pickel ausdrückst, dann ist Hygiene und ein vorsichtiges Arbeiten wichtig, um Narben und Pickelmale zu vermeiden.
  • Eine konsequente Reinigungs- und Pflegeroutine mit Wirkstoffen wie Salicylsäure und Niacinamid kann verstopften Poren und neuen Unreinheiten vorbeugen. 
  • Das EFFACLAR Mikro-Peeling Reinigungsgel und das EFFACLAR Hoch Konzentrierte Serum von La Roche Posay unterstützen eine gezielte Pflege bei Pickeln und Mitessern. 
  • Der tägliche Sonnenschutz mit dem EFFACLAR DUO (+) LSF 30 ist wichtig für fettige Haut, um sie vor neuen Unreinheiten zu bewahren.

Wie entstehen Pickel und Mitesser überhaupt?

Die Talgdrüsen der Haut produzieren stetig Talg – ein öliges Sekret, das auch als Sebum bezeichnet wird. Dieser Talg verleiht der Haut ihre Geschmeidigkeit und funktioniert als natürlicher Schutz vor Umwelteinflüssen. Kann der Hauttalg nicht ausreichend abfliessen, verstopft er die Poren. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Haut übermässig stark verhornt.

Auf diese Weise bilden sich zunächst schwarze Mitesser oder weisse Mitesser, die sogenannten Whiteheads. Kommt es zusätzlich zu einer Ansammlung von Bakterien entzündet sich der Mitesser und es entsteht ein typischer Pickel. Die Neigung zu unreiner Haut ist vor allem hormonell bedingt und betrifft Teenager ebenso wie Erwachsene.

Sollte man Pickel ausdrücken oder nicht?  

Darüber, ob man Pickel und Mitesser ausdrücken sollte, herrschen unterschiedliche Meinungen. Oft wird argumentiert, dass das Ausdrücken von Unreinheiten dabei hilft, das Hautbild zu verbessern. Denn: Überschüssiger Talg und Bakterien werden auf diese Weise aus den Poren entfernt, wodurch Pickel schneller abheilen können.  

Doch es gibt auch Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten. Beim Ausdrücken mit den Fingern kann die Haut verletzt werden und das Eindringen von Bakterien wird begünstigt. Zudem können bereits vorhandene Bakterien durch den Druck tiefer in die Haut gelangen. Beides fördert Entzündungen sowie die Entstehung weiterer Pickel und kann im Nachgang zu Pickelmalen sowie Narbenbildung führen. Dermatologen raten daher allgemein davon ab, Pickel und Mitesser selbst auszudrücken.

Welche Pickel sollte man lieber nicht ausdrücken? 

Bei einigen Pickelarten ist das Risiko für Entzündungen, Pickelmale oder Narben besonders hoch. In diesen Fällen solltest du besser auf das Ausdrücken verzichten: 

  • Unterirdische Pickel ausdrücken: Diese Pickel sitzen tief unter der Haut und besitzen meist keine sichtbare Öffnung. Durch Druck kann die Entzündung verstärkt und das umliegende Gewebe gereizt werden.
  • Zystische Pickel ausdrücken: Zystische Akne geht mit tiefen, schmerzhaften Entzündungen einher. Das Ausdrücken erhöht das Risiko für dauerhafte Narben erheblich. Daher solltest du auch Aknepickel lieber nicht ausdrücken.
  • Stark gerötete oder schmerzhafte Hautunreinheiten: Schmerzen und starke Rötungen sind Anzeichen einer aktiven Entzündung. Druck kann die Beschwerden verschlimmern und die Heilung verzögern.
  • Noch nicht „reife“ Pickel ausdrücken: Fehlt ein sichtbarer weisser oder gelblicher Eiterpunkt, lässt sich der Poreninhalt meist nicht entfernen. Stattdessen wird die Haut unnötig verletzt und gereizt. 
Warum spricht man vom Todesdreieck beim Pickel ausdrücken?  Als „Todesdreieck“ wird umgangssprachlich der Bereich zwischen Nase und Mund bezeichnet. Entzündete Pickel sollten hier möglichst nicht ausgedrückt werden, da Bakterien theoretisch über Blutgefässe in tiefere Gewebeschichten gelangen können. Pickel ausdrücken ist selten wirklich gefährlich, dennoch ist bei entzündeten Hautunreinheiten Vorsicht geboten. 


Können durch das Pickel ausdrücken Narben entstehen?  

Das Risiko für Narben steigt vor allem dann, wenn du stark drückst, die Haut verletzt oder entzündete Pickel ausdrückst. Je tiefer die Entzündung in die Haut eindringt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Abheilung sichtbare Narben oder Pickelmale zurückbleiben.

Wie lassen sich Pickel am besten ausdrücken? 

Entscheidest du dich für das Ausdrücken von Mitessern und Pickeln, solltest du einige Punkte beachten, um das Risiko für Entzündungen und Narben zu verringern.   

Pickel ausdrücken: So geht es richtig  

  • Vorbereitung: Reinige dein Gesicht sorgfältig. Idealerweise wendest du ein Dampfbad an, um die Poren zu öffnen. Alternativ eignet sich auch ein warmer, feuchter Waschlappen oder eine warme Kompresse. 
  • Hände desinfizieren: Vor dem Ausdrücken solltest du deine Hände gründlich waschen und desinfizieren, um eine Übertragung von Bakterien zu verhindern. 
  • Werkzeuge verwenden: Es ist ratsam, spezielle Werkzeuge zum Ausdrücken von Pickeln und Mitessern zu nutzen, wie beispielsweise Komedonenquetscher. Sie wurden dafür entwickelt, das Risiko für Hautverletzungen so gering wie möglich zu halten. Achte darauf, auch deine Werkzeuge vor und nach dem Gebrauch zu reinigen und desinfizieren.  
  • Vorsichtig drücken: Übe an beiden Seiten des Pickels sanften und gleichmässigen Druck aus. Können Hautunreinheiten auf diese Weise nicht sofort und leicht entfernt werden, solltest du nicht weiter drücken und den Pickel oder Mitesser stattdessen ruhen lassen.  
  • Nachsorge: Reinige den Hautbereich abschliessend noch einmal gründlich und betupfe ihn mit einem antibakteriellen Gesichtswasser oder einem geeigneten Desinfektionsmittel. 

Wie lassen sich Pickel an besonderen Stellen ausdrücken? 

Pickel können an verschiedenen Körperstellen auftreten. Ob du sie ausdrücken solltest, hängt auch davon ab, wo sie sich befinden. 

  • Auf einem Tattoo: Bei frisch gestochenen Tattoos solltest du Pickel grundsätzlich nicht ausdrücken. Bei vollständig abgeheilten Tattoos gelten die gleichen Regeln wie für andere Hautbereiche: Nur oberflächliche, nicht entzündete Pickel vorsichtig behandeln. 
  • An der Lippe: Aufgrund der empfindlichen Haut solltest du hier möglichst auf das Ausdrücken verzichten. 
  • Auf der Kopfhaut: Nur oberflächliche Pickel ausdrücken, da die Haut schnell gereizt wird. 
  • Im Ohr: Wegen der schlechten Zugänglichkeit besser nicht selbst behandeln. 
  • Am Po: Oberflächliche Pickel können vorsichtig entfernt werden, schmerzhafte oder wiederkehrende Hautveränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden. 
  • Am Kinn & Dekolleté: Pickel am Kinn und Hautunreinheiten am Dekolleté solltest du, wenn überhaupt, nur sehr vorsichtig und nur bei oberflächlichen, nicht entzündeten Pickeln ausdrücken. Sonst steigt das Risiko für Pickelmale und Reizungen.

Was ist die beste Pflege für unreine Haut? 

Die Entstehung von Pickeln und Mitessern lässt sich nicht immer verhindern. Mit einer auf deine Haut abgestimmten Reinigungs- und Pflegeroutine kannst du jedoch dazu beitragen, Unreinheiten zu mildern und einer erneuten Entstehung entgegenzuwirken. 


Tägliche Reinigungsroutine für unreine Haut  

Reinige dein Gesicht morgens und abends, um die Haut von Schmutz, überschüssigem Talg und Make-up zu befreien.  

Das EFFACLAR Mikro-Peeling Reinigungsgel von La Roche Posay eignet sich besonders für fettige und zu Unreinheiten neigende Haut. Salicylsäure hilft dabei, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und verstopfte Poren zu befreien, während LHA (Lipohydroxysäure, eine sanfte Peelingsäure) die Haut sanft peelt und das Hautbild verfeinert. Zink reduziert überschüssigen Talg und kann so der Entstehung neuer Pickel und Mitesser entgegenwirken. 


Tägliche Pflegeroutine für unreine Haut  

Nach einer gründlichen Gesichtsreinigung versorgst du deine Haut am besten mit einem auf dein Hautanliegen abgestimmten Serum und einer Feuchtigkeitspflege aus der EFFACLAR-Linie

  • Das EFFACLAR Hoch Konzentrierte Serum enthält einen Drei-Säuren-Komplex aus Salicylsäure, Glykolsäure und LHA, der die Entfernung abgestorbener Hautzellen unterstützt. Niacinamid wirkt beruhigend, mildert Rötungen und unterstützt die Hautschutzbarriere, während das La Roche-Posay Thermalwasser die Haut zusätzlich pflegt.
  • Die EFFACLAR Porenverfeinernde Lotion ergänzt die tägliche Pflegeroutine bei fettiger und zu Unreinheiten neigender Haut. Salicylsäure befreit verstopfte Poren und verfeinert das Hautbild, während Glycerin die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. 
  • Das EFFACLAR DUO+M wurde speziell für unreine und zu Akne neigende Haut entwickelt. Niacinamid beruhigt die Haut und unterstützt die Hautschutzbarriere, während Phylobioma überschüssigen Talg reduziert und Unreinheiten entgegenwirkt. Procerad stärkt die Hautschutzbarriere und kann dazu beitragen, Pickelmale sichtbar zu mildern.
  • Das EFFACLAR K(+) von La Roche Posay eignet sich besonders bei fettiger Haut und wiederkehrenden Mitessern. Die Kombination aus Vitamin E und Carnosine wirkt antioxidativ und hilft dabei, der Oxidation von Talg entgegenzuwirken, während Airlicium überschüssigen Talg absorbiert und die Haut langanhaltend mattiert. 
  • Die EFFACLAR H Iso-Biome Feuchtigkeitspflege enthält Niacinamid zur Beruhigung und Regeneration der Haut. Aqua Posae Filiformis fördert das Gleichgewicht des Mikrobioms. Ergänzend helfen Orellana-Extrakt und Procerad dabei, Unreinheiten entgegenzuwirken, während die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt wird. 
Tipp: Pickel-Patches statt Ausdrücken 
Statt einen Pickel auszudrücken, kann ein Pickel-Patch die schonendere Alternative sein. Der EFFACLAR DUO+M Patch absorbiert Verunreinigungen mithilfe der Hydrokolloid-Technologie und schützt die betroffene Stelle vor äusseren Einflüssen. So kann die Haut ungestört regenerieren, ohne zusätzlich gereizt zu werden.


So wichtig ist der Sonnenschutz für unreine Haut  

Sonne kann unreine Haut zunächst scheinbar verbessern, da Pickel und Rötungen oft weniger sichtbar wirken. Tatsächlich können UV-Strahlen jedoch Entzündungen fördern, die Hautschutzbarriere belasten und das Risiko für Pickelmale sowie dunkle Verfärbungen nach abgeheilten Unreinheiten erhöhen. Deshalb gehört ein täglicher Sonnenschutz auch bei fettiger und zu Pickeln neigender Haut zur Pflegeroutine. 

Das EFFACLAR DUO (+) LSF 30 von La Roche Posay kombiniert die Pflege unreiner Haut mit einem täglichen UV-Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen. Niacinamid beruhigt die Haut und unterstützt die Hautschutzbarriere, während Procerad dazu beiträgt, bestehende Pickelmale zu mildern.

Zusätzliche Tipps gegen Pickel und Mitesser  

Neben der täglichen Reinigung und Pflege der Haut kannst du auch in deinem Alltag dazu beitragen, Hautunreinheiten entgegenzuwirken.  

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann sich positiv auf das Hautbild auswirken. Wähle Lebensmittel, die reich an Vitaminen, Antioxidantien, ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen sind. Vermeide hingegen übermässigen Zucker- und Alkoholkonsum.  
  • Stressmanagement: Stress kann die Entstehung von Pickeln aufgrund einer erhöhten Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin begünstigen. Achte daher auf ausreichend Schlaf und finde Entspannungstechniken, die dabei helfen, Stress abzubauen. Yoga, Meditation und regelmässige Bewegung können hier besonders hilfreich sein.

Fazit: Pickel und Mitesser besser nicht selbst ausdrücken

Pickel und Mitesser auszudrücken, kann verlockend sein, birgt jedoch Risiken. Um Entzündungen und die Bildung von Narben bestmöglich zu vermeiden, ist es ratsam, Hautunreinheiten nicht selbst auszudrücken. Um Hautunreinheiten nachhaltig entgegenzuwirken, integriere eine sorgfältige Reinigungs- und Pflegeroutine für unreine Haut in deinen Tagesablauf. Ernähre dich darüber hinaus ausgewogen und gesund und versuche, Stress so gut wie möglich zu reduzieren. Auf diese Weise trägst du aktiv dazu bei, dein Hautbild stetig zu verbessern und förderst einen strahlenden, ebenmässigen Teint.

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