Niacinamid gegen Pigmentflecken: Das musst du wissen

Article Read Duration 5 Minuten Lesezeit

Niacinamid ist ein besonders vielseitiger Wirkstoff in der Hautpflege und für alle Hauttypen geeignet. Wir verraten dir, weshalb er in deiner Pflegeroutine gegen Pigmentflecken auf keinen Fall fehlen sollte.

Alles Wichtige zum Thema Niacinamide gegen Pigmentflecken im Überblick

  • Niacinamid hemmt die Weitergabe von Melanin und kann so Pigmentflecken sichtbar mildern.
  • Der Wirkstoff wirkt zusätzlich entzündungshemmend und eignet sich besonders bei PIH (Postinflammatorische Hyperpigmentierung) nach Akne.
  • Gleichzeitig kann Niacinamid die Hautschutzbarriere stärken und die Feuchtigkeitsbalance der Haut verbessern.
  • Für sichtbare Ergebnisse ist eine regelmässige Anwendung von Niacinamiden in Kombination mit dem täglichen UV-Schutz wichtig.
  • Ein wichtiger Bestandteil der täglichen Routine ist ein Niacinamid Serum wie das EFFACLAR hoch konzentrierte Serum von La Roche Posay, das die Hauterneuerung fördert.
  • Ergänzend unterstützt die LIPIKAR Lotion deine Haut mit Feuchtigkeit und stärkt die Hautschutzbarriere.

Was ist Niacinamid?

Niacinamid ist auch als Vitamin B3 oder Nicotinamid bekannt und an zahlreichen zellulären Prozessen des Körpers beteiligt. Als Wirkstoff in Hautpflegeprodukten ist es vor allem wegen seiner Vielfältigkeit beliebt. Niacinamid kann für die verschiedenen Hautanliegen sowie Hautzustände verwendet werden und gilt dabei als hochverträglich. Auch gegen unliebsame Pigmentflecken hat sich Niacinamid bewährt.

Wie wirkt Niacinamid gegen Pigmentflecken?

Pigmentflecken (eine Form der Hyperpigmentierung bilden sich aufgrund einer übermäßigen Produktion des hauteigenen Farbpigments Melanin. Dies kann durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise UV-Strahlung, hormonelle Veränderungen oder auch eine genetische Veranlagung verursacht werden. Niacinamid besitzt gleich mehrere Eigenschaften, um Pigmentflecken zu mildern.


Hemmung der Melaninproduktion

Niacinamid ist in der Lage, die Synthese von Melanin zu hemmen. Der Wirkstoff beeinflusst die Aktivität von Enzymen in der Haut, welche für die Melaninbildung zuständig sind. Auf diese Weise kann Niacinamid die Überproduktion des Pigments verringern und so das Erscheinungsbild von Pigmentflecken mildern.

Vergleichsdarstellung normale und übermäßige Melaninbildung in der Haut


Entzündungshemmende Eigenschaften

Entzündungen der Haut können eine Rolle bei der Entstehung von Pigmentflecken spielen, wie beispielsweise bei Pickelmalen. Niacinamid verfügt über antientzündliche Eigenschaften und kann so dazu beitragen, Hyperpigmentierung zu mildern und dem Auftreten neuer Verfärbungen vorzubeugen. Bei regelmässiger Anwendung kann es dunkle Flecken sichtbar aufhellen.


Stärkung der Hautschutzbarriere

Eine intakte Hautschutzbarriere ist wichtig für eine widerstandsfähige Haut und einen ebenmässigeren Teint. Niacinamid stärkt die natürliche Schutzbarriere, indem es einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsgehalt unterstützt, hautberuhigend wirkt und als Antioxidans freie Radikale abfangen kann.


Förderung der Hauterneuerung

Niacinamid kann die Regenerationsfähigkeit der Haut anregen und so zu einer beschleunigten Zellerneuerung beitragen. Durch das Abstossen alter Hautzellen und das Nachrücken frischer Zellen an die Hautoberfläche wird das stufenweise Verblassen von Pigmentflecken begünstigt. Ein positiver Nebeneffekt: Auch erste Anzeichen der Hautalterung können dadurch gemildert werden.

Gut zu wissen: Studien zeigen, dass bereits 4 % Niacinamid eine mildernde Wirkung auf Pigmentflecken hat – wie auch der medizinische und Wirkstoff Hydrochinon.1 Letzterer gilt als sehr wirksam gegen Hyperpigmentierung, ist aber häufig auch mit Nebenwirkungen verbunden.

Warum lassen sich Niacinamid und Vitamin C so gut kombinieren?

Niacinamid und Vitamin C wirken beiden auf unterschiedliche Weise gegen Pigmentflecken und können sich deshalb sinnvoll ergänzen. Während Niacinamid die Weitergabe von Melanin in der Haut reduziert und entzündungshemmend wirken kann, unterstützt Vitamin C als Antioxidans den Schutz vor freien Radikalen und kann die Haut zusätzlich aufhellen. In Kombination tragen beide Wirkstoffe dazu bei, das Hautbild gleichmässiger erscheinen zu lassen und neuen Verfärbungen vorzubeugen.

Wie funktioniert eine Gesichtspflege-Routine mit Niacinamid gegen Pigmentflecken?

Niacinamid lässt sich auf verschiedene Weisen in die Hautpflegeroutine integrieren. So gibt es Gesichtsreiniger, Seren und Cremes, die den Wirkstoff enthalten. Wichtig ist es, die Pflegeprodukte auf dein Anliegen und auch deinen Hauttyp abzustimmen und sie in der richtigen Reihenfolge anzuwenden.  

Die optimale Pflegeroutine bei Pigmentflecken: MELA B3 Serie



Schritt 1: Gesichtsreinigung

Eine gründliche Gesichtsreinigung ist die Basis jeder Pflegeroutine, da sie Talg, Schmutz und Rückstände entfernt, die Poren verstopfen und Pigmentflecken begünstigen können. Ideal sind Gesichtsreiniger mit Niacinamid, da sie die Haut bereits beim Reinigen beruhigen.

Das MELA B3 Klärende Mikro-Peeling Reinigungsgel von La Roche Posay reinigt auch empfindliche Gesichtshaut sanft und befreit sie von abgestorbenen Hautschüppchen. Mit Niacinamid wird die Hautschutzbarriere gestärkt und der Teint ausgeglichen, während der Wirkstoff Melasyl gezielt dabei hilft, die Entstehung von Pigmentflecken zu reduzieren.


Schritt 2: Serum gegen Pigmentflecken

Seren enthalten hochkonzentrierte Wirkstoffe und sind so formuliert, dass sie tief in die Haut einziehen können. Auf diese Weise kann ein Niacinamid-Serum gegen Pigmentflecken sein Potential voll entfalten.

  • Das MELA B3 Serum von La Roche Posay kombiniert 10 % Niacinamid mit dem patentierten Wirkstoff Melasyl™. Melasyl™ fängt die Melanin-Vorläufer in der Haut ab, bevor Pigmentflecken entstehen und bewahrt dabei den natürlichen Hautton. Die multifunktionale, antioxidative Formel enthält darüber hinaus feuchtigkeitsspendendes Glycerin und H.A. sowie stärkendes Retinyl Palmitat und exfolierendes LHA (Lipo-Hydroxysäure)
  • Das EFFACLAR hoch konzentrierte Serum wirkt gezielt gegen Pickelmale und einen ungleichmässigen Teint. Ein Drei-Säuren-Komplex aus Salicylsäure, Glykolsäure und LHA fördert die Hauterneuerung und befreit die Poren, während Niacinamid beruhigend wirkt und die Hautschutzbarriere stärkt.

Schritt 3: Feuchtigkeitspflege für das Gesicht

Eine Feuchtigkeitspflege ist wichtig, um die Haut nach der Anwendung von Wirkstoffen zu beruhigen und ihre Schutzbarriere zu stärken. Sie hilft, den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen und sorgt für ein ausgeglichenes Hautgefühl.

Die LIPIKAR Lotion von La Roche Posay versorgt deine Haut intensiv mit Feuchtigkeit und unterstützt ihre Regeneration. Niacinamid wirkt beruhigend und stärkt die Hautschutzbarriere, während Sheabutter rückfettend wirkt und Trockenheit reduziert. Dadurch wird die Haut geschmeidig gehalten und gegenüber äusseren Einflüssen widerstandsfähiger.


Warum ist der UV-Schutz so wichtig in deiner Pflegeroutine?

UV-Strahlung zählt zu den Hauptursachen für Pigmentflecken und kann bestehende Verfärbungen weiter verstärken. Ohne einen täglichen Sonnenschutz wird deine Haut immer wieder zur erneuten Melaninproduktion angeregt.

  • Die MELA B3 LSF 30 Pflege von La Roche Posay kombiniert den täglichen UV-Schutz mit einer gezielten Wirkung gegen Pigmentflecken. Melasyl wirkt auf den Melaninprozess ein, während Niacinamid die Hautschutzbarriere stärkt und den Teint ausgleicht.
  • Die EFFACLAR DUO (+) LSF 30 Pflege von La Roche Posay schützt die Haut vor UV-Strahlung und wirkt gleichzeitig gegen Unreinheiten und Pickelmale. Niacinamid beruhigt die Haut und unterstützt die Regeneration, während Procerad die Hautschutzbarriere stärkt und der Entstehung von Pigmentflecken entgegenwirkt.

Tipp: Weist deine Tagescreme keinen Lichtschutzfaktor auf, verwende im Anschluss eine Sonnenpflege gegen Pigmentflecken. Sie schützt deine Haut vor der Neubildung und Verstärkung von Pigmentflecken sowie vor weiteren Schäden durch UV-Strahlung.

Was muss ich bei der Anwendung von Niacinamid gegen Pigmentflecken beachten?

Niacinamid ist für seine gute Hautverträglichkeit bekannt und birgt deshalb in der Regel keinerlei Risiken bei der Anwendung. Auch während der Schwangerschaft kann Niacinamid bedenkenlos verwendet werden, wie etwa gegen Melasma (Schwangerschaftsmaske). Bei Fragen oder Unklarheiten ist es jedoch immer sinnvoll, vorab einen Arzt um Rat zu fragen. Darüber hinaus ist vor allem das tägliche Auftragen von Pflegeprodukten mit Niacinamid wichtig, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Erste sichtbare Erfolge sind nach einigen Wochen möglich, es kann aber auch etwas schneller gehen oder länger dauern – je nach Beschaffenheit der Haut und Art der Pigmentflecken. Bis die gewünschte Wirkung einsetzt, lassen sich Pigmentflecken auch einfach abdecken.

Fazit: Niacinamid gegen Pigmentflecken

Pigmentflecken im Gesicht werden oft als störend wahrgenommen und Betroffene suchen nach Lösungen, um die dunklen Verfärbungen zu entfernen. Die richtige Hautpflege spielt dabei eine bedeutende Rolle. Dank seiner Fähigkeit, die Melaninbildung zu hemmen, Entzündungen zu mildern und die Hautschutzbarriere zu stärken, ist Niacinamid ein vielversprechender Wirkstoff gegen Pigmentflecken. In Form eines tiefenwirksamen Serums und als Teil der täglichen Pflegeroutine lassen sich Pigmentflecken mit Niacinamid effektiv mildern und einer erneuten Entstehung vorbeugen.

Für weitere exklusive News und Tipps zum Thema Hautpflege melde dich jetzt zum Newsletter an.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zum Thema Pigmentflecken

Trage das Serum nach der Reinigung und vor der Feuchtigkeitspflege auf. Insbesondere im Sommer ist ein konsequenter Sonnenschutz entscheidend, um die Wirkung zu unterstützen und neuen Pigmentflecken vorzubeugen. Im Winter kannst du, bei geringerer UV-Belastung, zusätzlich intensivere Peelings oder Seren einsetzen.
Eine regelmässige, milde Reinigung entfernt Schmutz, Talg und Make-up, beugt entzündungsbedingten Pigmentflecken vor und bereitet die Haut optimal auf Wirkstoffe vor.
Chemische Peelings mit AHA (wie Glykolsäure) und BHA (wie Salicylsäure) helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und den Teint auszugleichen. Besonders BHA ist bei pigmentierten Unreinheiten hilfreich.
Niacinamid zwischen 2 und 5 % ist meist optimal gegen Pigmentflecken und gut verträglich. Es hilft bei Sonnenflecken, Melasma und Pickelmalen, reguliert den Hautton und reduziert Entzündungen. Bei sehr empfindlicher Haut empfiehlt sich eine niedrige Konzentration und ggf. langsamere Gewöhnung.
Meist wird Niacinamid gut vertragen, gelegentlich kann es bei sehr empfindlicher oder gereizter Haut ein Brennen verursachen – oft durch die Formulierung oder andere Inhaltsstoffe. Bei fettiger, trockener und sensibler Haut bietet Niacinamid jeweils unterschiedliche Vorteile (Talgregulierung, Feuchtigkeitsbalance, Stärkung der Hautbarriere).
Regelmässigkeit ist entscheidend: konsequente Anwendung der Produkte, angepasster Sonnenschutz und Geduld. Ergebnisse zeigen sich meist erst nach einigen Wochen konsequenter Pflege.

UNSERE BESTSELLER GEGEN PIGMENTFLECKEN

Quellen
  1. Navarrete-Solís J. et al. A Double-Blind, Randomized Clinical Trial of Niacinamide 4% versus Hydroquinone 4% in the Treatment of Melasma. Dermatol Res Pract. 2011; 2011:379173. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3142702/